Essen/Trinken/Weggehen

Alles in einen Topf geworfen. Wortwörtlich.

Ich war noch nie in China. Beim Chinesen schon. Aber so richtig traditionell chinesisches Essen habe ich noch nie erlebt, ähm genießen können. Zumindest bin ich mir dessen sicher, seit ich in der Fire Dragon Lounge essen war. Und das beweisen nicht nur diese Bilder, sondern auch die Tatsache, dass die Website „Deutsch“ nur als Sprachoption anbietet.

Die Spezialität des Hauses ist „Hot Pot“, ein Gericht, das in China gefühlt so viel gegessen wird wie in München der Schweinsbraten. Zumindest sagt das der Herr an meiner Seite, der vor kurzem in diesem Land zu Gast war. Damit ich verstehe, schmecke und das ganze erlebe hat mich der Herr an meiner Seite in die Fire Dragon Lounge entführt. Und ich muss gestehen: Ich war leicht geschockt. Kulinarisch, versteht sich. Denn der Abend beginnt damit, dass dieser Topf in der Mitte des Tischs Platz findet und von dem Kocher drunter erhitzt wird – bis die unterschiedlichen Brühen (einmal scharf und einmal nicht so scharf) kochen.

HotPot München

Dann beginnt der Spaß! Zum einen wird ein Teller mit rohem Fleisch serviert…


Foto 3

… und dann gibt es noch eine Menge von anderen Zutaten, die nur darauf warten in die brodelnde Suppe geworfen zu werden.

HotPot München

In der Brühe werden die Zutaten dann von ihrem rohen in einen verträgliche Zustand verwandelt. Dabei ist eine der Suppen sehr scharf gewürzt und die andere eher neutral. Neben Fleisch und Meerestieren gibt es auch Gemüse, Kohl, Fisch, Glasnudeln und verschiedene Salate. Man kann also als Vegetarier auch seine Freude daran haben, wenn eben die Fleischesser ihre Kost nicht in den gleichen Topf werfen.

Sind die Zutaten „gekocht“ werden sie in eine Schale umgefüllt und man kann sie wahlweise mit Reis verzehren. Oder auf die Kohlenhydrate verzichten und mit verschiedenen Soßen dafür sorgen, dass der Kalorienhaushalt beim Verzehr trotzdem auf seine Kosten kommt. Und natürlich nur mit Stäbchen.

Foto 5

Zugegeben. Rein vom Aussehen her würde ich Sushi solch einer Futterschale vorziehen. Und auch geschmacklich, na ja, hat es mich nicht so überzeugt, dass ich es jeden Abend verschlingen wollen würde. Was ich jedoch echt mochte, war die Tatsache, dass man sich sein Essen eben selbst zusammenstellt, kocht und würzt. Und noch dazu ist das ganze keine China-Reis/Nudel-Pfanne mit unzähligen Geschmacksverstärkern und mindestens genauso viel Fett. Sondern alle Zutaten sind frisch, von bester Qualität und richtig lecker. Auch wenn ich es seltsam finde, dass die Augen der Krabben in der gleichen Suppe gekocht werden, wie das Gemüse, das ich dann mit Erdnusssauce verschlinge. Aber das spricht wohl die deutsche Spießigkeit in mir.

Der ErfahrungsTipp: Unbedingt reservieren. Gegen Abend war der Laden komplett voll. Und die Europäer waren in der Unterzahl.

Das GesundheitsPotenzial: Das Essen ist weder überdurchschnittlich fettig. Noch voll von Kohlenhydraten. Und auf die Saucen können die Schlankheitsbedachten jederzeit verzichten. Es kann also gesund sein. Wenn man auf das leckere Bier, die frittierten Vor- und Nachspeisen, sowie die Unmengen von Fleisch verzichtet.

Der FunFaktor: Das hängt ganz von der Gesellschaft ab. Aber an sich ist Selbstkochen am Tisch durchaus eine Garantie für Fun. Vor allem, wenn die Tischgesellschaft plötzlich ein Chillischoten-Wettessen anstiftet.
Die GeldbörsenBelastung: 16€ kostet der Spaß. Und davon zahlt sich wirklich jeder einzelne Cent aus.
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