Museum

Ballsaal mit Basketballfeld

Wusstet ihr, dass dem Haus der Kunst während des Kriegs Bäume auf’s Dach gestellt wurden, damit es wie ein Ausläufer des Englischen Gartens ausschaut? Und das hier? Als Adolf Hitler am 15. Oktober 1933 auf den Grundstein schlug, brach der silberne Hammer entzwei. Aber noch faszinierender ist: Als die Amis nach dem Krieg das Haus für sich beschlagnahmten, malten sie tatsächlich mit Ölfarbe ein Basketballfeld auf den Marmorboden und richteten sich einen Club mit Restaurant, Tanzsaal und mehreren Shops ein.

All das und viel mehr lernt man derzeit in der Ausstellung „Geschichten im Konflikt“, in der sich das Haus der Kunst mit der eigenen Geschichte auseinandersetzt. Und dabei kommt die Inszenierung nicht zu kurz: Es ist modern, „gewagt“ für das sonst eher konservative Haus (zumindest was Inszenierungen betrifft) und unterhaltsam. Aber auch ehrlich. Denn, wenn es um die Nazi-Zeit in Deutschland geht, kommt die Objektivität oft nicht ans Licht. Und das passiert hier bei bestem Willen nicht.

Der ErfahrungsTipp: In einem Teil der Ausstellung wurden ein paar Basketballkörbe auf gehangen. Wie wärs: Wer traut sich einen Ball mitzubringen und ein paar Körbe zu werfen? Ich würde mich mit nem Kasten Bier revanchieren.

Der FunFaktor: Macht die Augen auf und schaut euch nicht nur die Kunst, sondern auch die Leute da an. Wer dann auch noch die Ohren aufsperrt, dem garantiere ich ein paar echte Schmunzler.

Die GeldbörsenBelastung: Kunst kostet Geld. Aber dafür ist es Kunst. Und damit auch Bildung. Also, knausern ist verboten.

Haus der Kunst "Geschichten im Konflikt"

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